Das Französische Theater um das 18. und 19. Jahrhundert
Während dieser Zeit sind in Paris viele Schauspielhäuser, im Schnitt etwa 20 Häuser, wöchentlich geöffnet. Doch nicht alle Häuser sind so erfolgreich, wie sie es gern möchten. Einige der Häuser bekamen schon zu dieser Zeit Unterstützung, damit sie ihr Engagement weiter erfolgreich wahrnehmen konnten. Wäre dies nicht erfolgt, so wären noch mehr Theater Bankrott gegangen als es ohnehin schon der Fall war.
Zu den bekannten großen Bühnen gehören die nachfolgend aufgeführten Häuser:
1. Die Große Oper
Hier werden regelmäßig große Opern aufgeführt, bei denen es sich um Heldenopern handelt. Zu sehen sind diese vollständig gesungenen Aufführungen stets in französischer Sprache. In einer Schule, die ihren Sitz an der Großen Oper hat, werden künftige neue Opernstars auf ihre Arbeit vorbereitet.
2. Die Komische Oper
Geht es um die Nationaloper der Franzosen, so war dies einst die Komische Oper. Bis zum Jahr 1887 fanden die Vorstellungen in der Nähe des Boulevard Italiens statt. Aufgrund eines Feuers wurden die Aufführungen in eines der Häuser verlegt, die sich am Place du Chatelet befanden. Zu den bedeutenden Komponisten, die an dieser Bühne gearbeitet haben, gehörten unter anderem Monsigny und Berton.
Die Komische Oper war ein Genre, das in der Folgezeit schnell auch in Deutschland seine Freunde gefunden hat.
3. Hotel de Bourgogne
Über viele Jahrzehnte stand dieses Haus im Mittelpunkt des französischen Theaters. In den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts erfolgte der Einzug in ein neues Gebäude, das unweit des Palais-Royal lag.
Bedeutende Mitglieder dieser Bühne waren unter anderem die Schauspieler Lekain, Baron, Baptiste und Fleury.
4. Das Odeon
Dieses Haus befand sich in der Nähe des Luxemburgpalastes und lud mit großen Aufführungen unzählige Gäste ein.

